Anwaltskanzlei Kiehm

Tel. 089- 3233620

÷

Rechtsanwalt

Christof Kiehm

Sonnenstr.1 (Stachus)

80331 München

 

Reiserecht:

_______________________________________________________________________________________________________

_______________________________________________________________________________________________________

 

  Teil 2: Reisemangel/Abhilfe am Reiseort

 

 

 

Teil 1: vor  der  Reise:

Reiseauswahl -Buchen der Reise

 

 

-kleine Urteilssammlung

Teil 2: bei  der  Reise:

Reisemangel/Abhilfe am Reiseort

 

-Frankfurter Tabelle

Teil 3: nach der Reise: 

Geltendmachung aller Ansprüche

 

-FAQs

 

 

 

 

 

Teil 2: bei der Reise – Abhilfe vor Ort

 

 

Endlich Sie sind angekommen; die schönsten Wochen des Jahres können beginnen, doch dann das Essen ist kalt, die Klimaanlage defekt und früh morgens lärmen die Presslufthämmer, was nun ?

 

Grundsätzlich sollte man in solchen Fällen die Abhilfe vor Ort versuchen. Von Extremfällen abgesehen, wäre es geradezu fatal sich hier sofort auf eigene Faust ein anderes Hotel zu nehmen oder anderes Extrem die Sache nichtstuend „auszusitzen“ in der Hoffnung hinterher eine „saftige Entschädigung“ zu erhalten.

 

Abhilfe vor Ort bedeutet, dass Sie den Mangel der zuständigen Stelle mitteilen; in aller Regel ist dazu die Reiseleitung des Reiesveranstalters vor Ort zuständig; also in der Regel die „netten freundliche Damen oder Herren“, die Sie schon zum Begrüßungscocktail empfangen haben und Ihnen das ganze Begleitprogramm vorgestellt haben; genaueres dazu ergibt sich aber aus Ihrem Reisevertrag/unterlagen oder wird man Ihnen vor Ort mitteilen.

Natürlich wird Ihnen in vielen Fällen auch die Hotelleitung weiterhelfen können bspw. weil sich die Klimaanlage oder der Fernseher nicht richtig einstellen lässt; nur um hinterher Reisemängel geltend machen zu können genügt dies alleine noch nicht.

 

Für ein Abhilfeverlangen selber sind in der Regel keine besonderen Formalitäten zu beachten; es kann sowohl mündlich (telefonisch) oder auch schriftlich erfolgen.

Geben Sie aber unbedingt Ihren Name, Urlaubsadresse (Zimmernummer) möglichst genau und sofern vorhanden auch Ihre Handy-Nummer damit Rückfragen möglich sind.

Ganz wichtig ist möglichst genaue Beschreibung des Mangels, insbesondere hinsichtlich des Ortes, Zimmernummer, Gebäudeblock u.ä. Ebenso sollte auch um Abhilfe gebeten werden; es muss der Reiseleitung klar sein, dass hier eine echte Beanstandung vorliegt, der abgeholfen werden soll.

 

Möglich aber normalerweise nicht nötig ist das Setzen einer angemessenen Frist für die Abhilfe.

 

Liegt dagegen tatsächlich ein erheblicher Mangel vor und wollen Sie dann im Falle der Nichtabhilfe kündigen, so muss grundsätzlich zuvor eine angemessene Frist gesetzt worden sein. Einer Kündigung der Reise ist allerdings mit größter Vorsicht zu begegnen. Abgesehen davon, dass damit in der Regel größere Scherereien einhergehen, wie Buchen eines Ersatzhotels, vorzeitiger Rückflug u.ä., setzt eine Kündigung eine erhebliche Beeinträchtigung voraus, die Sie -hart auf hart gedacht- dann auch vor Gericht darlegen und beweisen können müssen. Das Risiko, dass das Gericht am Ende doch nur von einer normalen Beeinträchtigung ausgeht und Ihren Standpunkt nicht teilt, tragen letzlich Sie.

 

Natürlich können Sie auch so eine Frist setzen und sich dann hinterher noch offen halten, ob Sie tatsächlich kündigen wollen oder nicht.

 

Dokumentation: Wichtig ist bei allem, dass möglichst alles genau erfasst wird. Schreiben Sie sich den Geschehensablauf vom ersten Anzeichen des Mangels mit dem weiteren Fortgang auf. Wenn Sie ein Schreiben abgeben, machen Sie zuvor eine Kopie/handschriftliche Abschrift für sich. Bei allen mündlichen Besprechungen nehmen Sie nach Möglichkeit einen Zeugen mit, dessen Heimatadresse Sie genau wissen; möglichst sollte es sich auch um einen Zeugen aus Deutschland handeln, weil -hart auf hart gedacht- ansonsten später vor Gericht eine Ladung im Ausland erfolgen müsste, was wieder zusätzliche Probleme gibt.

 

Nach Möglichkeit fotografieren Sie auch den Mangel; bei Geräuschbelästigungen schreiben Sie sich die Art der Geräusche auf, bspw. Klopfen, Bohrgeräusche, Pfeiffen u.ä.; außerdem muss klar sein, wann genau es zu diesen Geräuschbelästigungen gekommen ist.

 

 

----->weiter zu Teil 3:  bei  der  Reise:                                                             

Geltendmachung aller Ansprüche                         

 

--------------------------------------------------------------------------------

 

 

 

Home

 

nach oben

Frankfurter Tabelle

kleine Urteilssammlung

FAQs

 

---------

 

Impressum

Webseitenhinweise

Haftungsausschluss